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Wenn Essen von Scham, Druck und Geheimhaltung begleitet wird.

Bulimie ist eine ernsthafte Essstörung. Für Angehörige ist häufig schwer einzuschätzen, was hinter Veränderungen im Essverhalten oder Rückzug steht.

Bild mit KI erstellt

Bulimie – Bulimia nervosa

Bulimie ist eine Essstörung, bei der sich Phasen von Essanfällen mit gegensteuernden Maßnahmen wie Erbrechen, Fasten oder exzessivem Sport abwechseln. Typisch: Betroffene verlieren während eines Essanfalls die Kontrolle, essen große Mengen in kurzer Zeit – oft heimlich, schnell und mit Schuldgefühlen. Danach versuchen sie, das Gegessene wieder „rückgängig zu machen“, aus Angst zuzunehmen.

Ursachen:

Auch Bulimie entsteht aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren, z. B.:

  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Perfektionismus & hoher Erwartungsdruck
  • Versuch, Gefühle oder Stress durch Essen zu regulieren
  • Kritik am Körper oder frühe Diäterfahrungen
  • Familiäre Belastungen, Mobbing oder traumatische Erlebnisse

Merkmale:

  • Wiederkehrende Essanfälle mit Kontrollverlust.
  • Bewusstes Erbrechen, Fasten, Abführmittel oder exzessiver Sport zur Kompensation
  • Starke Angst vor Gewichtszunahme
  • Selbstwert hängt stark vom Gewicht und Aussehen ab
  • Oft normales Körpergewicht oder leichtes Untergewicht, daher schwerer zu erkennen als z. B. Magersucht
  • Psychische Belastungen: Schuldgefühle, Scham, heimliches Verhalten, Stimmungsschwankungen

Was können Eltern tun?

  • Essanfälle und Erbrechen nicht bagatellisieren, sondern ernst nehmen.
  • Ohne Vorwürfe zuhören: Scham ist ein großes Thema bei Bulimie – Vertrauen ist entscheidend.
  • Fachliche Hilfe suchen: Hausarzt, Kinderarzt oder spezialisierte Therapeut:innen können begleiten.
  • Alltag mit Struktur. Regelmäßige Mahlzeiten, ruhige Gespräche, kein Zwang.
  • Selbstfürsorge lernen – gemeinsam mit dem Kind gesunde Wege finden mit Stress und Emotionen umzugehen.

Wichtig

Informationen auf dieser Website ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik oder Behandlung.

Bulimie ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung. aber mit der richtigen Unterstützung gut behandelbar.

Auch Angehörige müssen nicht alles allein tragen.

Wenn Du jemanden liebst, um den Du Dir Sorgen machst, darf auch Deine eigene Belastung Raum bekommen.